Übung: BA S Hi/S11.2/1d Konfliktberatung - Trainingskurs B/d (G/D) - Details

Übung: BA S Hi/S11.2/1d Konfliktberatung - Trainingskurs B/d (G/D) - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Übung: BA S Hi/S11.2/1d Konfliktberatung - Trainingskurs B/d (G/D)
Veranstaltungsnummer BA S Hi/S11.2/1d
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 13
maximale Teilnehmendenanzahl 15
Heimat-Einrichtung Stg BA Soziale Arbeit Hildesheim (BA S Hi)
Veranstaltungstyp Übung in der Kategorie Lehre
Erster Termin Freitag, 17.04.2026 10:00 - 14:00, Ort: HIH - FK S - Brühl 20, Fachwerkhaus (Alte Bibliothek) mit Monitoren
Leistungsnachweis Mit dem Seminar sind zwei PL verbunden:
Eine benotete aufgrund einer Präsentation eines gewählten Themas und der damit einhergehenden schriftlichen Ausarbeitung (ca. 8 Seiten) zum theoretischen Hintergrund der Präsentation
Eine unbenotete PL aufgrund regelmäßiger Teilnahme am Seminar und der Peergrouptreffen.
SWS für Studierende 4

Kommentar/Beschreibung

Veranstaltung geht über zwei Semester (WiSe 25/26 + SoSe 26)
Zusätzlich zu den Seminartreffen erfolgen pro Semester 6 Termine im Rahmen der Peergroup-Arbeit, dies erläutere ich in der ersten Sitzung noch genauer.
Dieses Seminar ist aus guten inhaltlichen Gründen (wie alle Beratungsseminare) anwesenheitspflichtig, d.h. dass Sie an den jeweiligen Seminareinheiten anwesend sein müssen. Max. drei Fehlzeiten (Seminareinheiten) pro Semester sind möglich. Achten Sie bitte darauf, dass dies auch für Krankheitstage gilt!

In diesem Beratungsseminar werden Grundlagen der Konfliktvermittlung und der Beratung vermittelt. Im Trainingskurs A geht es im Schwerpunkt um die Beschäftigung mit relevanten theoretischen Ansätzen, im Trainingskurs B werden diese dann in die praktische Umsetzung transferiert.
Zusätzlich zu den Seminarterminen werden sechs Peergroup-Treffen festgelegt; zu diesen Terminen werden bestimmte Fragestellungen / Aufgaben bearbeitet.
Die Teilnahme gilt für beide Semester (Trainingskurs A + B), weil die Inhalte aufeinander abgestimmt sind.

Beschreibung des Beratungsansatzes und Seminarinhalts bezogen auf BEIDE Semester:
Die Inhalte des Seminars setzen sich aus Elementen der Mediation und des Konfliktmanagements sowie des Systemischen Ansatzes, der Gesprächsführung und unterschiedlicher präventiver Methoden zusammen.
Ziele der Konfliktberatung:
In der Beratung wird zunächst in die Eskalationsdynamik eingegriffen, um eine
weitere Verschärfung des Konflikts zu verhindern. Vorrangige Zielsetzung der Konfliktberatung ist es, den Konfliktparteien eine empathische Sichtweise auf alle Beteiligten zu ermöglichen. Im Bearbeitungsprozess wird ein Rahmen geschaffen, in dem die Interessen und Bedürfnisse aller erkannt werden können, um im Folgenden durch die Konfliktparteien adäquate Lösungen entwickeln zu lassen. Die Berater*innen sind sich der besonderen Rolle als vermittelnde Drittparteien in einem Konflikt bewusst und übernehmen Verantwortung für die damit einhergehenden speziellen Aufgaben.
Im Beratungsprozess wird
• die Erkenntnis vermittelt, dass der Konflikt das Problem ist, nicht die beteiligten Personen
• das Erkennen der Verkettungen unterstützt
• die Subjektivität der Wahrnehmungen verdeutlicht
• Empathie gestärkt
• Kommunikationsverhalten verbessert
• Unterstützung gegeben von der defizitorientierten Sichtweise zu einer ressourcen- und lösungsorientierten zu kommen
• angeregt, ungewöhnliche Ideen zu entwickeln
• konsensorientierte Lösungssuche durchgeführt
Je nach Kontext und Struktur des Konflikts bzw. Wünschen der Beteiligten kann es sich um eine kurze Intervention oder einen längeren Beratungsprozess handeln.

Methoden:
Aufgrund von Konflikttypologie, Konfliktdiagnose und Kenntnissen aus der
Eskalationsdynamik wird entschieden, wie und mit welchen Methoden an dem
Konflikt gearbeitet werden kann.
Im Seminar werden ausgewählte Methoden und Techniken vorgestellt, die sich für den Kontext der Sozialen Arbeit eignen und adäquat zum Stand der eigenen beruflichen Entwicklung eingesetzt werden können.
Im Schwerpunkt sind dies Methoden und Techniken
• zur Moderation des Konflikts und Lösungsfindung
• zu unterschiedlichen Konfliktbehandlungsstrategien
• zur Konfliktklärung in den Phasen des Konfliktverlaufs
• als Präventionsmaßnahmen
und deren Einsatzmöglichkeiten und Grenzen.

Konflikte gehören zum Leben...
und so ist auch eine professionelle Unterstützung zur Konfliktlösung in allen
Bereichen möglich: von der individuellen zwischenmenschlichen Ebene bis zu
internationalen Konflikten. Konfliktmanagement / Mediation kann mit unterschiedlichen Formen von Konfliktlösungsstrategien und –interventionen in der Arbeit mit Einzelnen und Gruppen, Paaren und Familien, in sozialen Organisationen und Wirtschaftsbetrieben eingesetzt werden.
Sozialarbeitende / Sozialpädagog*innen sind in allen Praxisfeldern mit Konflikten
jeglicher Art konfrontiert und aufgefordert, vermittelnd tätig zu werden. Grenzen
innerhalb der Konfliktberatung ergeben sich aus dem grundsätzlichen Arbeitsauftrag des jeweiligen Arbeitsbereichs und/oder liegen in den individuellen und methodischen Möglichkeiten der Vermittelnden.

Seminarplanung
Im Seminar werden die Grundlagen des Konfliktmanagements (z.B. Konfliktstruktur, Auswirkungen von Konflikten, Strategien der Konfliktbehandlung) und grundlegendes ‚Handwerkszeug’/Basictools (Grundtechniken wie Aktives Zuhören, Spiegeln, Paraphrasieren; spezielle Fragetechniken, Refraiming etc.) sowie Techniken im Umgang mit unterschiedlichen Emotionen und Methoden zur konsensorientierten Lösungssuche vermittelt. Des Weiteren erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem Menschenbild als grundlegende Haltung der Berater*innen.
In Kleingruppen wird anhand von Beispielen im Rollenspiel geübt und teilweise Video gestützt ausgewertet:
• Wie wird eine Konfliktberatung vorbereitet und aufgebaut?
• Was muss bei den verschiedenen Zielgruppen beachtet werden? Wie können unterschiedliche Konfliktverhaltensmuster konstruktiv umgesetzt werden?
• Welche Interventionen können eingesetzt werden?
• Wie kann die Kommunikationsfähigkeit unterstützt und gesteigert werden?
• Wie kann mit Aggressionen und Gewalt umgegangen werden?
• Wie können Emotionen und nonverbalen Äußerungen konstruktiv in den Konfliktlösungsprozess aufgenommen werden?
• Was müssen Beratende in der übernommenen (zugewiesenen) Rolle beachten?
• Was bedeutet Allparteilichkeit und wie kann diese hergestellt werden?
• Welche persönlichen Anteile der Berater*innen haben im Prozessverlauf eine Bedeutung und wie können diese reflektiert und evtl. lösungsorientiert eingesetzt werden?

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "BA S11/2 und KP11/2".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung zu maximal 1 Veranstaltungen des Anmeldesets ist erlaubt.
  • Die Anmeldung ist möglich von 05.03.2026, 08:00 bis 19.04.2026, 23:59.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen wurden am 09.03.2026 um 12:00 verteilt. Weitere Plätze werden evtl. über Wartelisten zur Verfügung gestellt.
  • Mindestens eine der folgenden Bedingungen muss zur Anmeldung erfüllt sein:
    • Abschluss ist Bachelor und Studienfach ist Kindheitspädagogik und Fachsemester mindestens 4
    • Abschluss ist Bachelor und Studienfach ist Soziale Arbeit (Hi) und Fachsemester mindestens 4
Veranstaltungszuordnung: