MA S Hi/MA 5.5 Seminar: MA 5.5 Wahlpflicht: WPF: „Zwangsarbeit“ - Details
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General information

Course number MA S Hi/MA 5.5
Semester SoSe 2021
Current number of participants 12
maximum number of participants 30
Home institute Stg MA Soziale Arbeit Hi (MA S Hi)
Courses type Seminar in category Teaching
Next date Thu , 27.05.2021 09:00 - 15:00, Room: (findet online statt)

Course location / Course dates

(findet online statt) Thursday. 27.05.21 - Saturday. 29.05.21 09:00 - 15:00

Comment/Description

Moin,
bevor Sie sich in dieses Seminar einschreiben:
Bitte LESEN Sie diese Infos erst vollständig in Ruhe durch.

Willkommen
Zum Ablauf des Seminars / der Lehrveranstaltung
Aufgrund der Corona-Virus-Pandemie fanden die Seminare und Lehrveranstaltungen im SoSe 2020 und WiSe 2020/21 nicht wie in gewohnter Form statt. Aufgrund der – auch Ihnen vorliegenden Informationen der HAWK – ist davon auszugehen, dass auch das SoSe 2021 im Wesentlichen ein „online-Semester“ werden wird.

Was heißt das?
Wir werden uns erst treffen,
wenn dies möglich ist,
Sie und ich gesundheitlich es vertreten können.

Aber: Die Veranstaltung wird durchgeführt und Sie können auch Prüfungen ablegen.

Online-Seminar
Für die Lehrveranstaltung erarbeite ich ein Online-Seminar, das Sie individuell nach Ihren Zeitplanungen bearbeiten können.
Es wird als Datei im März ins StudIP eingestellt werden.
Warum „erst“ März? Es soll natürlich aktuell sein. Hier aber schon einmal die weiteren Infos für das Online-Seminar.
Da der StudIP-Server ständig überlastet ist – manchmal auch zusammenbricht – , macht es keinen Sinn, alle Dateien für alle Veranstaltungen ins StudIP einzustellen. Außerdem können sich lizenzrechtliche Probleme ergeben. Diese ergeben sich nicht, wenn Sie die Dateien direkt herunterladen. Ich werde nur solche Dateien, Infomaterial und Videos auswählen, die Sie nicht bezahlen müssen!
Sie müssen nicht das gesamte Material durchlesen und durcharbeiten – wäre auch in der Regel gar nicht zu schaffen!! – . Sie werden Pflichtliteratur / -quellen finden und vertiefende Quellen, aus denen Sie sich gezielt das raussuchen können, was Sie für richtig halten.
Bei der Ausarbeitung des Online-Seminars habe ich Ihre Situation, die mir durch eine Mail der Dekanin mitgeteilt wurde, immer vor Augen:
„Aktuell erreichen uns vermehrt Klagen der Studierenden, dass Sie sich selbst in einer schwierigen Lebenssituation befinden (Kinderbetreuung, Geldsorgen wegen abbrechender Nebenjobs, mangelnde technische Ausstattung, seelische Überforderung etc.). Unser Eindruck ist, dass sich viele Studierende durch die Online-Lehre mit der Menge an Aufgaben und den gestellten Deadlines überfordert fühlen. Wir möchten Euch/Sie daher bitten, die Online-Lehre mit Augenmaß und ohne Zwang zu gestalten, und eher den Gedanken eines Lehrangebotes zu vermitteln, da wir nicht wissen, mit welchen Sorgen die Studierenden derzeit konfrontiert sind.“
Diese Infos habe ich und werde ich weiterhin sehr beherzigen.
Deshalb:
Sie können die autodidaktische Lerndatei mit den Texten, Videos und Internet-Dateien selbständig zu jeder Ihnen beliebigen Zeit bearbeiten.
Deshalb wird es keine ZOOM-Termine geben!
Sie können mich per E-Mail:
hildebert.ehrenfeld@hawk.de
immer erreichen und Ihre Fragen stellen. Und ich antworte so schnell es geht…
All dies schafft Ihnen größtmögliche Flexibilität
und
sie sind nicht von ZOOM-Zeitplänen abhängig.
Mein Seminar ist dadurch anders aufgebaut als die meisten Seminare bei KollegInnen. Ich habe mir dieses Format aufgrund der Gesamtumstände sehr sorgfältig überlegt und investiere viel Zeit in den Aufbau der autodidaktische Lerndatei und führe das Seminar in diesem Format zum dritten Mal in dieser Coronazeit durch.
Ich bin immer per Mail erreichbar, wenn Fragen oder Probleme auftauchen.
Ein offenes Wort:
Aber nicht für jeden mag mein Angebot die richtige Form sein.
Aber:
Es gibt ausreichend andere Veranstaltungen im Modul, die anderes konzipiert sind; andere Formate haben.
Es ist gut, dass es Alternativen für Sie gibt.
Auch meine.
Also:
Entscheiden Sie sich, was am besten zu Ihnen und Ihren Abläufen passt.
Ich halte mein Format für richtig,
denn es ermöglicht Ihnen die größte Flexibilität in diesen Corona-Zeiten.
Rein formal ist für die Lehrveranstaltung ein Tag und eine Uhrzeit zugeordnet. Allein schon für den Fall, dass es wieder zu einem normalen „Betrieb“ kommen sollte, der aber nach derzeitigem Stand mehr als unwahrscheinlich ist. Ich bin kein Hellseher, aber ich gehe davon aus, dass der normale Lehrbetrieb zum WiSe 21 erst wiederaufgenommen wird.

Prüfungen
Machen Sie mir bitte zwischen dem 26. April und 20. Mai 2021 drei Vorschläge für Ihr Thema Ihrer Hausarbeit – Prüfungsleistung – . Die Themen werden nach dem „Windhundverfahren“ vergeben, d.h. wer zuerst mit einem Thema kommt, die / der bekommt es auch (Beginn: 26. April 2021, 00.00 Uhr.)

Kommunikation
Ich antworte immer über Outlook, auch wenn Sie mir über StudIP schreiben. Das Outlook-System ist systematischer als das E-Mail-System des StudIP. Schauen also bitte immer in Ihr Outlook-System. Schreiben Sie mir bitte auch NUR über Outlook.
hildebert.ehrenfeld@hawk.de
Wenn Sie mir per E-Mail schreiben:
Bitte vergessen Sie nicht anzugeben, in welchem Kurs Sie sind.
Also: Name, Matr.Nr., Veranstaltung
Dies erleichtert Ihnen und mir die Arbeit, da ich nicht ständig nachfragen muss.
Sie müssen sich entsprechend der neuen Regelungen – siehe E-Mail des Prüfungsamtes / StudiendekanIn – für die Prüfungen im neuen System anmelden. Diese Mail haben Sie bereits im WiSe erhalten. Dort sind auch die Regelungen für „fristgerechte Rücktritte“ erläutert.
Ob es eine neue E-Mail mit Infos für das SoSe 21 geben wird, kann ich Ihnen nicht sagen. Dies müssten Sie notfalls beim Prüfungsamt / Studiendekan/In erfragen.

Umfang der Hausarbeit:
Wir sind keine Quantitätswissenschaft. Deshalb mache ich keine Seitenvorgaben.
Das Thema soll / muss erschöpfend beantwortet sein.
Also: Thema erläutern / beschreiben und alle Argumente nennen, Vor- und Nachteile der Vorschläge.
Zur Literatur
Die meisten Themen sind sehr aktuell bei mir. Deshalb heißt es natürlich: Das Internet ist in der Regel die richtige Quelle. Die Internetsuche ist aber eine Kunst. Anhand der Quellen und Angaben in meiner Lerndatei sollte das aber kein Problem sein zu verstehen, welche Quellen man / frau nutzen kann, wie man / frau selbständig nach Quellen im Internet sucht. Viele Bücher, Beiträge, Statements sind heute im Internet zu finden. Viele sind als PDF-Dateien verfügbar. Außerdem können Sie mich immer per Mail fragen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Quelle „sicher“ ist.

Wartelisten
Ich bitte um Verständnis:
Aus gegebenem Anlass weise ich ausdrücklich darauf hin, dass ich niemanden von der Warteliste nehme.
Nach Auskunft des Dekanats und des Modulsprechers haben wir ausreichend Lehrveranstaltungen in diesem Modul, so dass in anderen Veranstaltungen im Modul noch Plätze frei sein werden / sind.
Zum Schluss
Ich werde Sie per Mail informieren, wenn das aktuelle Online-Lernprogramm fertig gestellt ist. Es wird als Datei dann im StudIP für Sie zur Verfügung stehen. Lesen Sie sich das dann erst einmal in Ruhe durch.

Machen wir das Beste aus der Situation
und
vor allem bleiben Sie gesund.
Hildebert Ehrenfeld

Zum Inhalt des Seminars:

Zwangsarbeit bei VW:
Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerks.
Eine Begehung ist derzeit nicht möglich. Aber es gibt gute Beschreibungen, Unterlagen, Berichte / Interviews ehemaliger Zwangsarbeiter
Sara-Frenkel-Platz: Bronzener Buchenstamm erinnert an Zwangsarbeiter
KZ-Außenlager Laagberg: Mahnmal gegen das Vergessen, Breslauer Straße / Schlesierweg

Bahlsen / Zwangsarbeit: Nach der Behauptung: „Wir haben sie (die ZwangsarbeiterInnen, d.Verf.) immer anständig behandelt“ kommt es zu einer Auseinandersetzung um die „Nutzung“ der ZwangsarbeiterInnen seitens der Firma Bahlsen. Bahlsen sagt zu, Historiker urteilen zu lassen.

Continental…
Continental hat 75 Jahre nach Kriegsende hat das Unternehmen „endlich“ seine Verstrickung in der Zwangsarbeit durch Historiker aufarbeiten lassen. Mittlerweile haben die ihr Gutachten Anfang September 2020 veröffentlicht.
Das „späte“ Aufarbeiten hat gibt es nicht nur in Wirtschaftsunternehmen. Auch in der Justiz hat man sich erst spät damit beschäftigt, was zwischen 33 und 45 geschah – insbesondere den Zusammenhang zwischen Justiz und Zwangsarbeit und welche „Karrieren“ Richter nach 45 machen konnten, um „Recht“ über Verfolgte zu sprechen.
Zwangsarbeiter in sozialen Einrichtungen ist vielen nicht bekannt.

Zwangsarbeit heute

"Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden jährlich fast 21 Millionen Menschen durch Zwangsarbeit ausgebeutet, die überwiegende Mehrheit durch Privatpersonen und Firmen. So werden in der Privatwirtschaft jedes Jahr schätzungsweise 150 Milliarden US-Dollar mit Zwangsarbeit verdient – durch sexuelle Ausbeutung in der Sexindustrie sowie die Ausbeutung der Arbeitskraft vor allem in privaten Haushalten, der Landwirtschaft, dem Baugewerbe und Bergbau."
https://menschenrechte-durchsetzen.dgvn.de/menschenrechte/moderne-sklaverei-und-zwangsarbeit/

Links und weitere Informationen zum Thema

Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC)
Übereinkommen zur Bekämpfung transnationaler Kriminalität
Wanderarbeiter-Konvention
Webseite der ILO

"Zwangsarbeit und sklavereiähnliche Arbeitsverhältnisse
Die ILO schätzt, dass weltweit knapp 40 Millionen Menschen Zwangsarbeit verrichten (Stand 2017). Häufig ist Armut eine Ursache, die Menschen in ein solches Arbeitsverhältnis geraten lässt. Besonders gefährdet sind Migrantinnen und Migranten ohne gültige Papiere sowie Analphabeten und Analphabetinnen. Die ILO rät jedoch zur Vorsicht, mit dem Begriff 'moderne Sklaverei' leichtfertig Umstände zu beschreiben, auf die er rechtlich nicht zutrifft. Zwangsarbeit äußert sich heute in Form von Zwangsprostitution, sie findet aber auch in der Landwirtschaft, als Hausarbeit, in Minen und im Bau statt. Wenngleich prozentual der Anteil von Menschen, die Zwangsarbeit verrichten müssen, in Zentral- und Südosteuropa sowie in den GUS-Staaten am höchsten ist, lässt sich die größte Zahl von Zwangsarbeitsopfern in Asien finden. So sind Menschenhandel und Sklaverei beispielsweise in der Fischereiwirtschaft Thailands weit verbreitet. Etwa 5,5 Millionen Kinder verrichten weltweit unter anderem in Steinbrüchen, in der Textilindustrie oder als Leibeigene in Haushalten Zwangsarbeit. Darunter fallen auch sklavereiähnliche Arbeitsverhältnisse wie die Schuldknechtschaft. Nicht überall ist Kinderarbeit verboten. In einigen Ländern wird ihr Einkommen als notwendig angesehen, um das Überleben ihrer Familien zu sichern. Der in Deutschland tätige Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel fordert, dass Opfer von Zwangsarbeit gesetzlich geschützt werden und Täter und Täterinnen bestraft werden müssen. Auch die Bekämpfung von Armut sei unerlässlich; ebenso müssten die Öffentlichkeit und die Behörden für das Thema sensibilisiert werden."
https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/211147/sklavenhandel

Admission settings

The course is part of admission "Master Soziale Arbeit".
Settings for unsubscribe:
  • This setting is active from 22.02.2021 08:00 to 28.02.2021 11:59
    The enrolment is only permitted for participants of the course: PibLes (Vorzeitiges Eintragen für Studierende in besonderen Lebenssituationen) SoSe 2021 (SoSe 2021) Display course details.
  • A defined number of seats will be assigned to these courses.
    The seats will be assigned in order of enrolment.
  • The enrolment is possible from 22.02.2021, 08:00 to 30.04.2021, 23:59.